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Ratgeber


Heilpflanze des Monats

Pünktlich zum Johannistag in Blüte - das Johanniskraut...

Das Johanniskraut - Hypericum perforatum L.

blühendes Johanniskraut

Seit etwa 2000 Jahren wird Johanniskraut als Heilpflanze verwendet, zunächst vor allem als Wundbehandlungsmittel. Der beim Zerreiben der frischen Blüten austretende rote Farbstoff soll das Blut Christi symbolisieren. Nicht nur der goldgelben Blüten wegen wird das Kraut der Sonne zugeordnet, im Mittelalter glaubte man sogar damit den Teufel und alles Böse austreiben zu können.

Woher kommt der Name?

Der Name Hypericum wurde von Dioskurides übernommen, der die Pflanze unter den Namen Hypericon kannte. Das lateinische Wort perforatum bedeutet durchlöchert und nimmt auf die bei Gegenlicht perforiert erscheinenden Blätter Bezug. Dieses Aussehen kommt durch die mit stark lichtbrechenden Ölen gefüllten Sekretbehälter zustande. Der Name Johanniskraut erinnert an den Johannistag, dem Geburtstag Johannes des Täufers.

Wo kann das Johanniskraut helfen?

Aus dem Johanniskraut hergestellte Extrakte werden mit gutem Erfolg und ausgezeichneter Verträglichkeit zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen eingesetzt. Auch Nervosität, Schlafstörungen, niedergeschlagene Stimmung und psychovegetative Symptome (körperliche und nervöse Beschwerden ohne organische Ursache, z. B. Gereiztheit, Magen-, Kopf- oder Rückenschmerzen, Herzbeschwerden), die häufig in Verbindung mit einer Depression auftreten, werden gebessert. Allerdings tritt die Wirkung erst allmählich ein, so dass ein Erfolg erst nach einer Behandlung von etwa vier Wochen beurteilt werden kann. Als wirksames Prinzip werden synergistische Effekte mehrerer Inhaltsstoffe des Gesamtextrakts angesehen.

Das aus den frischen Blüten gewonnene Johannisöl besitzt eine andere Zusammensetzung und wird vornehmlich äußerlich zur Behandlung von kleineren Verletzungen verwendet.

Worauf ist unbedingt zu achten?

Zubereitungen aus dem Johanniskraut können die Lichtempfindlichkeit der Haut verstärken. Daher sollte je nach Dosierung und individueller Empfindlichkeit Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Johanniskrautpräparate dürfen nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden, da es hierzu nur unzureichend Erfahrung gibt. Diskutiert wird z.B., dass Johanniskrautpräparate die Wirkung oraler Kontrazeptiva (Anti-Baby-Pille) beeinträchtigen.

Für Johanniskraut sind einige Wechselwirkungen beschrieben und eine gleichzeitige Einnahme mit anderen Arzneimitteln kann die Wirkungen in erheblichem Maße beeinflussen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wenn Sie bereits Medikamente einnehmen und eine Behandlung mit Johanniskraut beginnen wollen, bzw. informieren Sie Ihren Arzt über eine Einnahme, wenn Sie Arzneimittel verordnet bekommen.

Bild: Isolde Altersberger, Henriette Kress

Quelle: www.heilpflanzen-suchmaschine.de
© Mit freundlicher Genehmigung von HEXAL AG

Pflanze des Monats

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